Das I-Tüpferl auf eine Fabel-Saison bleibt verwehrt

Aufopferungsvoller Auftritt in Neuhausen endet nach Verlängerung mit 3:5 für den ATSV Kelheim

 

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Lager aus Ergoldsbach/Kläham (Meister der Kreisliga 
Landshut) und Kelheim (Meister der Kreisliga Donau-Laber) am Mittwoch den 08. Juli im 
A-Jugend-Relegationsduell auf der Anlage des SV Neuhausen um den Aufstieg ins niederbayerische 
Bezirksoberhaus. Mitte der zweiten Halbzeit schielte die SG nicht nur aufgrund der 3:1 Führung 
mit einem Auge Richtung Bezirksoberliga. Kelheim hatte dann in der Verlängerung kräftemäßig 
mehr entgegenzusetzen und behielt mit 3:5 die Oberhand. 


Es zeichnete sich bereits in den ersten Minuten ab, dass es eine intensive Partie werden wird. 
Gleich zu Beginn hatte Julius Weber für die SG nach einem erfolgreichen Ballgewinn die Führung 
auf dem Fuß, als er allein vor Torwart Mederer verzog. Ähnliches wiederholte sich kurze Zeit 
später nochmal beim Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten. Und es sollte auch nicht 
deren Letztes sein. Der ATSV verzeichnete nach der Anfangsphase ebenfalls zwei 
aussichtsreiche, wenngleich auch nicht so hochkarätige Gelegenheiten, bevor die SG zum 
ersten Schlag auf die Anzeigetafel in Minute 15 ausholte. Mittelstürmer Andreas Kolbeck 
behauptete nach einem Einwurf gekonnt den Ball im linken Halbfeld und spielte diesen mit 
Übersicht über die gegnerische Abwehr hinweg in den Sechzehner auf den einlaufenden Max 
Kowohl. Dieser verwandelte per direkter Volleyabnahme trocken ins kurze Eck und hinterließ 
einen chancenlosen TW Mederer. 1:0 für die SG! Danach machte sich auf Seiten der SG eine 
hohe Anzahl an unnötigen Ballverlusten und eine vermissende Kompromisslosigkeit bei 
Klärungsversuchen breit. Begleitet von einer Vielzahl an Ecken und Freistöße rund um den SG-
Sechzehner drückte der ATSV seinen Stempel bis zur Halbzeit auf das Spiel. Diese Standards 
wurden vom Kopfballbollwerk um Vinzenz Simbürger, Bastian Hirsch und Stefan Schrempf 
erfolgreich abgewehrt. Jedoch führte einer der gefährlichen Offensivvorträgen des ATSV Kelheim 
zum Ausgleich (25 Min.) durch Tim Lang. Auf der gegenüberliegenden Seite brandete bis zur 
Pause nur noch einmal Gefahr auf. Eine lang gezogene Ecke setzte Kolbeck freistehend an die 
Außenseite des Pfostens (41 Minute).  


Was die Champions der Kreisliga Landshut dann im Anschluss an die Halbzeitpause boten, war 
allererste Sahne. Über den ganzen Platz versprühten die SG-Youngsters eine Präsenz bei zweiten 
Bällen, Zweikampfstärke und Lauffreudigkeit inklusive der dringend benötigten 
Kompromisslosigkeit im Abwehrverbund. Auch die Präzision im Passspiel stellte sich ein, so 
dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis das ausschwingende Pendel sich erneut auf der 
Anzeigentafel niederließ. Nach 55 Minuten touchierte Kolbeck einen Einwurf per Kopf in den 
Sechzehner, wo der einlaufende Weber per Willensleistung den Ball vorbei an TW Mederer zur 
erneuten Führung in die Maschen bugsierte. Die SG hielt das Zepter weiterhin kraftvoll und 
energisch in der Hand. Ein ums andere Mal waren Kapitän Simbürger, Kowohl, Dietlmeier & Co. 
mehr als nur im Bilde und erstickten die Kelheimer Angriffsversuche im Keim und man suchte 
sein Heil weiterhin in des Gegners Hälfte. Und das machte sich in Minute 65 erneut bezahlt. 
Nach einem Ballgewinn auf der rechten Seite ging es schnell. „Jose“ Wimmer behielt die 
Übersicht und sendete mit einem perfekt temperierten, weiten diagonalen Pass Julius Weber auf 
die Reise. Dieser behauptete sich energisch gegen seinen Widersacher, bevor er dann erneut mit 
einer enormen Willensleistung den Ball unter dem verdutzten Mederer hindurch für seine Farben 
ins Tor spitzelte. 3:1! Aufgrund der Art und Weise des Auftretens im zweiten Abschnitt und dem 
Momentum auf der eigenen Seite zu Wissen, stand man gefühlt mit einem Bein in der BOL. 
Unerklärlich war es dann, wie man sich erneut der Kompromisslosigkeit im hinteren 
Mannschaftsbereich entfernte und dem Gegner dadurch neu erworbenes Selbstbewusstsein 
schenkte, gepaart mit einer Standardflut. Tim Lang nach einer Ecke (71. Minute) und 
Schlagbauer nach einer Freistoßflanke (78. Minute) hievten den ATSV in die Verlängerung. 


Simbürger und Wimmer, lange Zeit im Frühjahr verletzt und ohne viel Spielpraxis, bäumten sich 
ein letztes Mal auf. Der dritte Treffer von Weber wurde von TW Mederer gemeinsam mit dem 
bereits in Halbzeit eins getesteten Außenpfosten vereitelt (97 Min.) - mittlerweile der dritte Alutreffer der SG. Im eigenen Lager schwanden nach und nach die Kräfte. Als dann Tim Lang für Kelheim wuchtig zum 3:4 
vollstreckte (100 Min.), war allen klar, dass das Momentum auf der Gegenseite sich eingefunden 
hat. Ein letztes Probieren, Tun und Versuchen brachte nochmal zwei Ecken, bei denen Bastian 
Hirsch einmal per Kopf den Ball in Richtung gegnerische Tor beförderte. Jedoch war nicht 
genügend Duck hinter die Kugel, so dass Mederer den Ball entschärfen konnte. Das 3:5 
(Schlagbauer, 120 +3), was einhergehend mit Schlusspfiff war, besiegelte am Ende die bittere 
Realität des Nichtaufstiegs. 

Abschneiden der SG-Champions in der regulären Saison 2025/26: 16 Siege; 0 Unentschieden; 0 
Niederlagen; Torverhältnis 70:19;                                                                                                                        
Relegation: SG Erg./Kl. – ATSV Kelheim 3:5 n. V.  

Autor: Matthias Schindlbeck

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