Last-Minute Ausgleich in Weinting

VfR Laberweinting – TSVE 1:1 (0:0)

Nach dem bisherigen Saisonverlauf ging der TSV als klarer Favorit in die Begegnung beim punktlosen Tabellenletzten aus Laberweinting, musste am Ende aber froh sein, wenigstens ein Unentschieden zu ergattern.

Bei widrigen Wetterverhältnissen mit Starkregen und Sturmböen war von Anfang an klar, dass die zahlreich erschienen Zuschauer kein Fußball-Leckerbissen erwarten würde. Zudem standen die Hausherren von Beginn an tief und lauerten auf Konter und Standardsituationen. Und dieser Plan ging auch über weite Strecken auf. Der VfR war immer hart am Mann und verteidigte jeden Quadratzentimeter leidenschaftlich. Zu allem Überfluss bekam Top-Torjäger Bastian Mößner schon nach wenigen Minuten einen Schlag ab und lief bis zu seiner Auswechslung nur noch auf drei Zylindern. So konnte sich der TSV kaum nennenswerte Chancen herausspielen, weshalb Jonas Witmann nicht wirklich gefordert wurde. Bis auf einen Kopfball von Zeller und einen Distanzschuss von Margezeder brachten aber auch die Laabertaler nichts Gefährliches zustande, so dass auch TSV-Keeper Max Stadler nicht wirklich in Bedrängnis geriet.

Etwas mehr passierte dann nach dem Wechsel, mit einem mehr als glücklichen Start für die Blauen: schon kurz nach Wiederanpfiff landete Markus Mayers Ball an der Latte, und nur wenige Minuten wurde auf der Gegenseite ein eigentlich harmloser Schuss von Dominik Zeller von Manuel Obermaier unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Das 1:0 sorgte für Ekstase auf den dicht gedrängten Rängen und zusätzliche Motivation für die Spieler auf dem Platz, die nun mit allen Mitteln die Führung über die Zeit bringen wollten. Der TSV drückte, schaffte es aber weiterhin kaum, den dichten Abwehrriegel zu überwinden. Und als das doch einmal gelang, wurde ein Tor von Markus Mayer wegen gefährlichem Spiel aberkannt. So verrann Minute um Minute, und viele Unterbrechungen wegen (tatsächlichen oder scheinbaren) Verletzungen und Spielerwechsel taten ihr Übriges, dass kaum noch Spielfluss zustande kam. In der 90. Minute verpasste Wellenhofer gegen die aufgerückte TSV-Abwehr durch einen überhasteten Abschluss die endgültige Entscheidung. So lebte die TSV-Hoffnung bis zum Schluss, und die Bemühungen wurden am Ende doch noch belohnt: ausgerechnet Neuzugang Maxi Ringlstetter erlöste den TSV bei seinem allerersten Auftritt in Grün-Schwarz mit dem Ausgleich in der 94. Minute. Er hatte sich auf der Seite durchgetankt und überwand Kepper Wittmann zum umjubelten 1:1.

Die Begegnung, bei der beide Seiten großen Einsatz, aber wenig spielerische Finesse zeigten, endete so mit einem gerechten Unentschieden. Der VfR konnte nach über 30 Jahren seinen ersten Kreisligapunkt verbuchen, und beim TSV wird der späte Jubel überschattet vom Bangen um Sturmtank Bastian Mößner, der voraussichtlich die Ausfallliste erweitern wird.

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