
TSV Ergoldsbach – FC Ergolding II 3:2 (1:0)
Dank eines Doppelpacks von Bastian Mößner und eines Jokertors von Sebastian Mittermeier heimste der TSV im letzten Punkt spiel des Jahre 2026 einen enorm wichtigen Dreier ein. Damit konnten sich die Viehbeck-Schützlinge im Mittelfeld etablieren und nehmen einen halbwegs beruhigenden Vorsprung auf die Relegationsplätze mit in die Winterpause.
Insgesamt gab es deutlich mehr Fußball zu sehen als in den vergangenen Heimspielen. Das lag vor allem daran, dass die junge Ergoldinger Mannschaft weitaus offensiver agierte als die Gastmannschaften der letzten Wochen. So entwickelte sich in der ersten Hälfte eine ausgeglichene Partie, mit ab und an gelungenen Spielzügen auf beiden Seiten. Prickelmnde Strafraumszenen waren trotzdem Mangelware. So musste eine Unachtsamkeit in der Ergoldinger Hintermannschaft herhalten, um dem TSV die Führung zu bescheren. Nach einer Balleroberung spielte Markus Mayer seinen Sturmkollegen Bastian Mößner frei und der ließ Gästekeeper Kupresan keine Chance (42.).
Ergolding wollte das nicht auf sich sitzen lassen und verstärkte in Durchgang Zwei seine Bemühungen. Zunächst noch ohne Erfolg, weil Thomas Deifel einen Kopfball von der Linie kratzte. In der 68. Minute war es dann aber so weit: Ivan Rados verwertete eine tolle Freistoßflanke von Anton Bauer per Kopf zum mittlerweile verdienten Ausgleich. Damit aber nicht genug: nicht zum ersten Mal in dieser Saison zeigten sich die Grün-Schwarzen auch diesmal von einem Gegentreffer beeindruckt – und kassierten gleich noch eine Bude hinterher. Torjäger Elias Scafoglieri schaltete blitzschnell und düpierte mit einem Hackentrick die Ergoldsbacher Abwehr (71.). Dies wollte nun wiederum der TSV nicht auf sich sitzen lassen und erholte sich schnell von dem Schock. Die Gäste zogen sich zurück und setzten auf Konter. Der pfeilschnelle Aldin Muharemovic startete ein 50-Meter-Solo, hatte am Ende aber nicht mehr die Kraft, Max Stadler zu überwinden. So blieben die Goldbachtaler im Spiel, unermüdlich angetrieben von Kapitän Markus Diewald, der eine nahezu hundertprozentige Zweikampfquote aufweisen konnte. Und der Einsatz wurde tatsächlich noch belohnt: Gabriel Zötl bediente Bastian Mößner, und der nutzte auch seine zweite Chance eiskalt (83. Min.). Das hätte auch gut und gerne der Endstand sein können – wäre da nicht Joker Sebastian Mittermeier gewesen. Aus unerklärlichen Gründen standen nach einem Einwurf gleich drei (!) TSV-Akteure sträflich frei im Ergoldinger Strafraum. So landete der Ball vor den Füßen von Sebbe, der aus fünf Metern den unerwarteten Lucky Punch landete und die Tribüne zum Beben brachte (92.).
Nach diesem Heimsieg überwintert der TSV mit einem guten Gefühl, und mit 23 Punkten auf dem sechsten Rang.
