
Eintracht Landshut – TSVE 2:2 (2:2)
Dem Halloween-Spieltag angemessen, gab es beim Gastspiel des TSV in Landshut zahlreiche Schreckmomente. Nach ereignisreichen 90 Minuten trennten sich die beiden Kontrahenten – wie schon im Hinspiel – mit 2:2. Vor allem für die Eintracht dürfte dieser Punkt zu wenig sein, um den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Immerhin trennen die Bjelobrk-Truppe mittlerweile neun Punkte vom rettenden Ufer. Auch der TSV konnte mit dem Remis keinen Befreiungsschlag landen, und weist aktuell fünf Zähler Vorsprung auf die Relegationsplätze auf.
Auf dem kleinen Spielfeld ging es von Beginn an zur Sache. Zunächst waren die Hausherren besser im Spiel, doch auch der TSV ließ sich nicht lumpen und hatte Pech, als eine Mayer-Ecke an der Latte landete. Richtig turbulent wurde es zwischen der 27. und der 35. Minute: zunächst brachte Gabriel Zötl seine Farben nach Zuspiel von Basti Wagner in Front. Unmittelbar danach bot sich sogar die Chance zum Doppelschlag, doch Markus Mayer war zu unentschlossen. Stattdessen kam die Eintracht aus dem Nichts zum Ausgleich: Aldo Lamcaj setzte einen Freistoß gekonnt in den Winkel. Der TSV hatte aber eine schnelle Antwort parat, und wieder war Gabriel Zötl maßgeblich beteiligt: seine Maßflanke köpfte Goalgetter Bastian Mößner in die Maschen. Doch wie so oft konnten die Grün-Schwarzen trotz Vorsprung keine Sicherheit in ihre Aktionen bringen. Schon zwei Minuten später brannte es lichterloh, als ein Schuss aus kurzer Distanz an die Unterkante der Latte ging, und der Nachschuss aus zwei Metern übers Tor gesetzt wurde. Der TSV wackelte weiter und kassierte unmittelbar danach doch noch den Ausgleich durch Deniz Berk, der vom höchst abseitsverdächtigen Luan Shoshi bedient wurde. Fast wäre die Eintracht sogar noch mit einer Führung in die Kabinen gegangen, doch eine unübersichtliche Situation knapp vor dem TSV-Tor konnte gerade noch geklärt werden.
War in der ersten Hälfte schon viel geboten in punkto Hektik und Drama, so wurde das in der zweiten Halbzeit nochmals überboten. Fouls, Reklamationen, Schwalben und viel Stimmungsmache von außenbestimmten das Geschehen. Beide Teams spielten voll auf Sieg – und zeigten defensive Schwächen. Auf Ergoldsbacher Seite hatte Thomas Deifel Pech, dass sein strammer Schuss durch eine Glanzparade entschärft wurde, und sein Freistoß am Pfosten landete. Gabriel Zötl hatte aus zwei Metern die Führung auf dem Fuß. Auf der Gegenseite konnte sich Max Stadler auszeichnen, und parierte unter anderem bei einem Shoshi-Fersler glänzend. Die beste Chance hatte Käpt’n Markus Diewald in der 88. Min., doch sein Kopfball wurde auf der Linie gerettet. Zu allem Überfluss wurde dem TSV kurz vor Ende auch noch ein klarer Handelfmeter verweigert. Bezeichnend, dass Schiri Kessner nach exakt 90 Minuten das Spiel beendete. Offenbar hatte er von dem Theater auf und neben dem Platz genug – was ihm auch nicht zu verdenken war…